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St. Matthias wird Meditationskirche
27.3.2025
„Gesichter des Friedens“ – Friedensbotschaften in Soest

Von Klaus Bunte
Meiningsen. Die Lichtkirche als Teil der 7. Nacht der Lichtkunst war ein voller Erfolg. An jedem der drei Abende seien rund hundert Besucher zur St.-Matthias-Kirche gekommen, die Kennzeichen ihrer Fahrzeuge hätten auch auf Unna und Dortmund hingewiesen, so die Vorsitzende des Fördervereins der Gemeinde, Dr. Heide Mertens, jetzt bei dessen Jahreshauptversammlung. Und schon damals Ende Oktober stand der Gedanke im Raum, aus der Wochenendaktion etwas Dauerhaftes zu machen, die Kirche nach dem Beispiel von St. Agatha Holtum in eine Meditationskirche zu verwandeln. Und den Worten folgen bereits Taten.
So stellte die Lichtkünstlerin Christiane Kling, die bereits vor einem halben Jahr für die Illumination verantwortlich zeichnete und im Obergeschoss des Gemeindehauses ihr Atelier betreibt, mit Ortsvorsteherin Anja Heymann den aktuellen Stand der Planung vor. Kling bereits zu dem Unternehmen Kontakt aufgenommen, das auch für Holtum ein sogenanntes „Mediales Kirchensystem“ entwickelt hat. Dies besteht typischerweise aus einem Touch-Terminal am Eingang der Kirche, das mit Licht- und Audiosystemen im Kirchenraum verbunden ist. Besucher können auf dem Bildschirm verschiedene Inhalte wie Andachten, Meditationen, Psalmen oder Musikstücke auswählen, die während ihres Aufenthalts in der Kirche abgespielt werden.
Auch im sauerländischen Ramsbeck, also innerhalb des Kirchenkreises Soest-Arnsberg gibt es seit knapp vier Jahren eine Lichterkirche, die guten Zuspruch von Besuchern erhält.

Was genau den Besuchern in Meiningsen geboten werden soll, steht noch zur Diskussion. Denn ein solches System ist nicht nur ökumenisch ausgerichtet, es erlaubt es den Gemeinden auch, sowohl vorgefertigte als auch selbst erstellte Inhalte flexibel zu nutzen. Auch hat Kling bereits Ausschau nach passenden LED-Scheinwerfern gehalten, brachte exemplarisch bereits einen mit in die Sitzung.
Der Förderverein hofft, für sein Konzept eine Leader-Förderung zu erhalten, also aus den Töpfen der Europäischen Union zur Stärkung und Weiterentwicklung der ländlichen Räume. Sollte dies nicht klappen, müsse man umdenken, so Heymann. Jedoch stünden die Dinge insofern gut, als dass die Holtumer Meditationskirche zwar nur 14 Kilometer entfernt, dafür aber in einer anderen Leader-Region liege und es in der Region Lippe-Möhnesee bislang nichts Vergleichbares gebe. Die Finanzierung setzt zwar voraus, dass die Initiatoren der geförderten Projekte 30 Prozent der Kosten selbst aufbringen. Aber der aktuelle Kassenstand kann sich sehen lassen.
Alle Vorstandsmitglieder, deren Posten im Rahmen der Versammlung zur Wahl standen, wurden in ihren Ämtern bestätigt. Der Vorstand besteht somit weiter aus der Vorsitzenden Dr. Heide Mertens, ihrem Stellvertreter Christian Bürger, Schriftführerin Dr. Claudia Stock, Kassierer Klaus Kruse, den Beisitzerinnen Katja Koerdt, Anke Hansbuer, Anja Heymann sowie den Beisitzern Peter Meffert und Peter Müller.
Ein 20-minütiges Video zur Lichtkirche findet sich unter www.klingdesign.de/aktuell/