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Nach dem Krippenspiel ist vor dem Krippenspiel

14.3.2025

Kirchenkreis sorgt weiterhin für gesicherte Zukunft der traditionsreichen Soester Veranstaltung

Das Soester Krippenspiel war auch in 2024 wieder ein Erfolg (von links): Kai Hegemann (Emmaus-Gemeinde/Hohnekirche), Superintendent Dr. Manuel Schilling, Birgit Wichterich (Kinder- und Jugendhospizdienst), Benjamin Redeker (Regie), Ludwig Dörr (Regie) und Raynhild Hartung-Weier (musikalische Leitung). Foto: Hans-Albert Limbrock
Das Soester Krippenspiel war auch in 2024 wieder ein Erfolg (von links): Kai Hegemann (Emmaus-Gemeinde/Hohnekirche), Superintendent Dr. Manuel Schilling, Birgit Wichterich (Kinder- und Jugendhospizdienst), Benjamin Redeker (Regie), Ludwig Dörr (Regie) und Raynhild Hartung-Weier (musikalische Leitung). Foto: Hans-Albert Limbrock

 

Soest. Es ist gelebte Tradition, dass ein Teil der Spenden, die das Krippenspiel in der Hohnekirche erlöst, gespendet werden. Das ist auch in diesem Jahr wieder der Fall. Und so konnten sich der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst über 1200 Euro und die Hohnekirche über 600 Euro freuen. Insgesamt spendeten die Besucherinnen und Besucher, die sich am Donnerstag vor Heiligabend von dem traditionsreichen und inzwischen über einhundert Jahre alten Spiel auf das Weihnachtsfest einstimmen ließen, 2800 Euro. Ein Teil des Geldes wird genutzt, um weitere Kostüme anzuschaffen und den bestehenden Fundus in Schuss zu halten.

Beide Vorstellungen wurden jeweils von einer proppenvollen Kirche begleitet. Ein Beweis dafür, dass das Krippenspiel für viele Soesterinnen und Soester einfach zur Weihnachtszeit dazugehört.

 

Dies ist umso bemerkenswerter, da die Aufführungen noch vor knapp zwei Jahren vor dem endgültigen Aus zu stehen schienen, als es nach Corona nicht mehr genügend Aktive gab und sich das Archi-Gymnasium als Co-Veranstalter zurückzog. Damals ist der Evangelische Kirchenkreis Soest-Arnsberg in die Bresche gesprungen und unterstützt auch in Zukunft die Laienspieler und Musiker nun bei ihren Auftritten. Superintendent Dr. Manuel Schilling: „Das ist für uns eine Herzensangelegenheit. Was Schauspieler und Musiker hier auf die Bühne bringen, ist einfach einmalig.“

 

Inzwischen hat es hinter den Kulissen eine nachhaltige Änderung gegeben. Für die Regie ist nunmehr Benjamin Redeker verantwortlich, nachdem Ludwig Dörr, der die 80 Lebensjahre überschritten hat, sich in Zukunft zurückziehen wird. Bei der Aufführung im vergangenen Jahr stand er seinem Nachfolger noch mit Rat und Tat zur Seite und sprang zudem spontan ein, als die Rolle des Herbergs-Vaters aufgrund einer Erkrankung vakant war. Die Leitung der Musik liegt weiterhin in den bewährten Händen von Raynhild Hartung-Weier: „Solange meine Gesundheit das mitmacht, mache ich gerne weiter.“

 

Nach den Sommerferien beginnen die Proben für die Aufführungen am 18. Dezember. Mit-Organisatorin Lena Werntze ist zuversichtlich, dass sich wieder genügend Mitspielende einfinden werden: „Wir haben jetzt ein richtig starkes Ensemble.“ Und Benjamin Redeker, der einst selbst mitgespielt hat, weiß: „Einmal Krippenspiel, immer Krippenspiel.“ (Lim)

 

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